Aktmalerei bei Prof. Markus Lüpertz, Arnim Tölke und Kollegen in der Akademie der Bildenden Künste Kolbermoor. Lüpertz war 16 Jahre Dekan der Kunstakademie Düsseldorf, Zeitgenosse von Gerhard Richter.
Sechs Tage und sechs Stunden pro Tag, ich malte Geschichten mit einem Akt. Jeden Tag nur Akt zeichnen war mir nicht genug. Daraufhin sagte Herr Lüpertz bei der Bildbesprechung als er meine Bilder an einem Tag durchblätterte, ich solle “keine Kunst machen, sondern zeichnen”. Meine Antwort war, ich könne nicht anders, ich müsse eine Geschichte zum Akt erfinden. Als ich später darüber nachdachte, fühlte ich mich geschmeichelt, wenn er meine Bilder als Kunst betrachtete. Ich entschied mich für Kohle, Pastell, Gouache und Acryl, Techniken, die schnell umzusetzen waren, denn wir hatten 2, 5, 15 und höchstens 30 Minuten für eine Akt Position. Die Pan Pastelle, die mit den dazu gehörenden Schwämmen großflächig aufgetragen werden konnten, erleichterten mir die Komposition. Die Idee einer Bildkomposition war schnell da, in den ersten Bildern malte ich den Akt und das Gegenüber, Teilnehmer des Seminars. Daraus wurden es später Figuren mit eckigen Augen. Vasen in den verschiedensten Formen und Farben kamen dazu und vor allem Zitronen, deren Bedeutung ich später auf Google laut KI folgendes las: “Die Bedeutung der Zitronen ist vielseitig, reicht von der Darstellung der Reinheit und Fruchtbarkeit über die Symbolik der Sonne, der Erneuerung und des Glücks … In der Kunst und Kultur kann die Zitrone auch eine tiefere symbolische Bedeutung für das Leben selbst, den Sündenfall und die Erlösung haben.” Mir wurde klar, warum ich die Zitrone unbewusst wählte.
Das Free-Jazz-Konzert von Prof. Lüpertz und seiner Band war mitten in der Woche ein Highlight, genau so wie seine Buchvorstellung und auch klar, wir tauschten die Bücher, er bekam meinen Roman und ich sein Buch. Summa summarum war es eine erfahrungsreiche, großartige Woche, die mich in meiner Malerei freier werden lies.








