Künstlerisches Statement
Ich begreife die Frau als Ursprung, als Schutzraum, als Kraft des Überlebens.
In ihrer Weiblichkeit und in ihrem Muttersein – biologisch, geistig oder symbolisch – trägt sie Verantwortung für den Fortbestand der Menschheit. Diese Verantwortung ist keine Bürde, sondern Macht. Eine Macht, die zu lange verdrängt, kontrolliert und missbraucht wurde.
Ich positioniere mich als Frau, Künstlerin und Schriftstellerin in einer Zeit zunehmender Gewalt gegen Frauen. In einer Zeit von Femiziden, von frauenfeindlichen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Strukturen. Ich verweigere mich der Normalisierung dieser Gewalt. Ich verweigere mich einem System, das Frauen zu Objekten degradiert und ihre Körper, ihre Stimmen und ihr Leben entwertet.
Selbstbewusstsein, Selbstbestimmung, Bildung und Gleichberechtigung sind für mich keine Privilegien, sondern Voraussetzungen für das Überleben einer gerechten Gesellschaft. Die bewusste Rückeroberung weiblicher Kraft und die Erweiterung des Bewusstseins sind zentrale Akte des Widerstands.
Ich glaube an den Zusammenhalt der Frauen. Ohne Solidarität keine Transformation. Ohne gegenseitige Stärkung keine Zukunft. Wenn Frauen sich verbinden, entsteht eine Kraft, die patriarchale Strukturen infrage stellt und auflöst.
Das Wahlrecht, der Feminismus und die #MeToo-Bewegung haben Frauen eine Stimme gegeben. Diese Stimme ist unbequem. Sie fordert Sichtbarkeit, Verantwortung und Konsequenz. Wir sind es uns selbst schuldig, der Welt – und auch den Männern. Vor allem jenen Söhnen und Enkeln, die Frauen achten und nicht beherrschen wollen.
Zwischen Frau und Mann kann nur dann eine Zukunft entstehen, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruht. Auf Respekt. Auf gemeinsamen Zielen zum Schutz des Lebens und dieser Erde. Dominanz, Machtmissbrauch und Gewalt sind keine Naturgesetze – sie sind menschengemachte Systeme und damit überwindbar.
Mutterschaft ist existenziell für das Überleben der Menschheit. Ebenso existenziell ist die bewusste Entscheidung, keine Kinder in eine Welt zu setzen, solange Machtgier, Kriegslust und patriarchale Herrschaftsphantasien den Takt vorgeben. Solange die Zerstörung des Planeten als Kollateralschaden akzeptiert wird.
Ich stelle diese Entscheidung bewusst in den Raum. Als Akt der Verantwortung. Als moralische Grenze.
Was bedeutet Liebe für uns Frauen?
Nicht Aufopferung. Nicht Anpassung.
Sondern Selbstachtung, Verbundenheit und gegenseitige Wertschätzung.
Wenn wir uns selbst lieben und einander lieben, erkennen wir: Unser Zusammenhalt und unsere Liebe zu einer lebendigen Erde sind politische Kräfte. Im Widerstand gegen Autokratismus, Willkür und Gewalt liegt unsere Möglichkeit zur Veränderung.
Ich glaube an starke Frauen.
Ich glaube an weibliche Solidarität.
Ich glaube daran, dass eine gesunde Mutter Erde nur mit selbstbestimmten Frauen möglich ist.
