fotografie

Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.
– Henri Cartier-Bresson

Der Blick des Fotografierenden ist für mich ein „sekundenlanges ‚Malen‘ des Augenblicks“, ein Schulen des Sehens für Dinge, sei es im dokumentarischen oder im künstlerischen Sinne. Jahrelang mit einer Fotokamera unterwegs versuchte ich alles festzuhalten, was mich interessierte, vertiefte später meine Kenntnisse in einem eineinhalbjährigen Fotodesign Studium. – Fotos sind für mich ein Zeitdokument, ein innerer, persönlicher Ausdruck, ein gespeichertes Bild im Gehirn, was bei der späteren Ansicht, die Verbindung zum vielleicht vergessenen Aufnahmeaugenblick wiederherstellt.

Manche Fotos verwende ich auch als Malmotiv. – Für mich steht der minimalistische Bildaufbau, das Teilen der Bildoberfläche, das Reduzieren der Farbigkeit, die Schönheit der Natur im Vordergrund, genau wie ihre Zerstörung. Im Gegensatz zur Malerei bleibe ich fotografisch eher bei einer monochromen Farbigkeit, Zweifarbigkeit oder bei komplementären Farben. Die Nahaufnahmen sind für mich wie ein tiefes Eindringen in die Natur der Dinge, das “Unwesentliche“ an die Oberfläche zu holen. – Menschen in besonderer Kulisse oder Stimmung finde ich genau so interessant und versuche dem Gegenüber neutral und unbemerkt zu bleiben.